Einladung
Die schönste Hochzeitswebsite hilft nur, wenn Gäste sie finden.
Eine kurze Adresse, ein sauber gedruckter QR-Code und ein Passwort, das jeder lesen kann: So kommen alle Gäste an.

Die Antwort in drei Zeilen
Gäste finden eure Hochzeitswebsite über den QR-Code auf der Einladung. Daneben gehören immer die ausgeschriebene Adresse und, falls ihr eins nutzt, das Passwort.
Der Code braucht mindestens zwei Zentimeter Größe, einen freien Rand von vier Modulen und dunkle Farbe auf hellem Grund. Ein Probedruck mit zwei Handys zeigt, ob er funktioniert.
Zusätzlich verschickt ihr den Link per Nachricht und erinnert ein paar Wochen vor der Zusagefrist noch einmal daran.
Wo die Adresse eurer Hochzeitswebsite überall hingehört
Ein QR-Code ist ein quadratisches Muster, das eine Handykamera in eine Internetadresse übersetzt. Erfunden hat ihn 1994 das japanische Unternehmen Denso Wave, heute öffnet ihn fast jedes Smartphone direkt mit der Kamera. Für eure Hochzeit ist er der kürzeste Weg von der Karte auf die Website. Er gehört an diese Stellen:
- Save the Date: Wenn die Adresse schon feststeht, kann sie hier stehen, mit dem Hinweis, dass Details folgen.
- Einladung: der wichtigste Platz. Code, ausgeschriebene Adresse und Passwort gehören auf die Karte selbst, nicht auf ein loses Zusatzblatt, das schnell verschwindet.
- Nachricht: Ein Link per WhatsApp, Signal oder Mail ist für viele Gäste der bequemste Weg. Er ergänzt die Karte, ersetzt sie aber nicht.
- Erinnerung: Ein paar Wochen vor Ablauf der Zusagefrist nennt ihr Adresse und Frist noch einmal, etwa in der Familiengruppe.
- Am Hochzeitstag: Ein kleiner Aufsteller mit dem Code hilft Gästen, Ablauf und Taxi-Nummern zu finden.
Die Website bleibt dabei die eine Quelle. Ändert sich eine Uhrzeit, steht sie dort zentral statt in mehreren widersprüchlichen Nachrichten. Warum das so viele Rückfragen spart, steht im Ratgeber eine Adresse statt drei Kanäle.
Wie groß der QR-Code auf der Einladung sein muss
Mindestens zwei mal zwei Zentimeter, auf einer Einladungskarte besser zweieinhalb bis drei. Darunter wird es knapp, vor allem für ältere Handys, schwaches Licht und Gäste mit unruhiger Hand. Für Aufsteller und Plakate gilt eine Faustregel aus der Druckpraxis: Pro Meter Abstand, aus dem gescannt wird, braucht es rund zehn Zentimeter Code (Scanova, Minimum QR Code Size). Eine Karte in der Hand ist nah, ein Aufsteller am Eingang nicht.

Warum die Größe so viel ausmacht, zeigt eine kleine Rechnung. Ein QR-Code besteht aus Modulen, den kleinen schwarzen und weißen Quadraten. Der Code zu unserer Musterhochzeit hat 33 mal 33 Module. Auf zwei Zentimeter gedruckt ist jedes Modul nur rund 0,6 Millimeter breit. Ein Fleck in der Druckfarbe oder eine Falz trifft dann gleich mehrere Module. Auf drei Zentimetern ist jedes Modul fast einen Millimeter breit, und der Code verzeiht deutlich mehr.
Freier Rand und Kontrast: was der Code zum Lesen braucht
Rund um den Code braucht es eine helle, leere Fläche. Denso Wave, der Erfinder des QR-Codes, schreibt dazu: Der Code „requires a four-module wide margin at all sides“, also einen Rand von vier Modulen an allen Seiten (qrcode.com, Denso Wave). Bei einem Code mit 0,6 Millimeter großen Modulen sind das rund 2,4 Millimeter auf jeder Seite.

- Kein Schmuck am Rand: keine Ranke, kein Rahmen, kein Text direkt neben dem Code.
- Dunkel auf hell: Ein heller Code auf dunklem Papier oder ein Code über einem Foto wird oft nicht erkannt. Dunkelgrau, Dunkelgrün oder Dunkelblau auf Creme funktionieren, Gold auf Weiß meist nicht.
- Nicht verzerren: nicht stauchen, nicht in die Breite ziehen, nicht auf eine Falz legen.
- Glänzende Veredelung meiden: Folie und Heißprägung spiegeln im Licht. Den Code lieber normal drucken.
Statischer oder dynamischer QR-Code: die Falle bei Gratis-Generatoren
Es gibt zwei Arten von QR-Codes. Ein statischer Code enthält eure Adresse direkt. Er funktioniert, solange die Adresse funktioniert, und braucht keinen Dienst dazwischen. Ein dynamischer Code enthält dagegen eine Adresse des Generator-Anbieters, der Gäste dann zu eurer Seite weiterleitet.
Dynamische Codes haben einen Vorteil: Das Ziel lässt sich nachträglich ändern. Für eine gedruckte Einladung überwiegt aber der Nachteil. Viele Generatoren bieten dynamische Codes nur für eine Testphase oder im Abo an. Endet die Testphase, führt der Code ins Leere, und 66 gedruckte Karten zeigen auf eine Fehlerseite. Prüft deshalb bei jedem Generator, ob der Code statisch ist, oder lasst ihn von eurem Website-Anbieter erzeugen.
So prüft ihr es: Scannt den Code und schaut, welche Adresse das Handy anzeigt, bevor es sie öffnet. Steht dort eure Adresse, ist der Code statisch. Steht dort die Adresse des Generators, ist er dynamisch.
Eine kurze Adresse statt eines langen Links
Die ausgeschriebene Adresse ist der Rettungsweg, wenn der Code einmal nicht will. Sie sollte deshalb kurz und eindeutig sein. Bei uns sieht das so aus: annatim.sinneswert.com. Das lässt sich abtippen und am Telefon durchsagen.
Eine kurze Adresse hilft auch dem Code selbst. Je länger die Adresse, desto mehr Module braucht der Code, und desto kleiner wird jedes einzelne bei gleicher Druckgröße. Ein langer Link mit Kennungen und Zusätzen macht den Code deutlich dichter als nötig.
Eine eigene Domain wie anna-und-tim.de ist möglich, im Paket Individuell ist sie im ersten Jahr enthalten. Nötig ist sie nicht: Fast alle Gäste kommen über den Code oder einen Link.
Das Passwort reist mit der Adresse
Steht die Seite unter Passwortschutz, gehört das Passwort direkt neben Code und Adresse, eindeutig beschriftet: „Passwort: …“. Ein hübscher Satz wie „Unser besonderer Tag“ hilft nicht, wenn niemand erkennt, welches Wort eingegeben werden soll. Druckt Groß- und Kleinschreibung genau so, wie sie eingegeben werden muss.

Wie ihr ein Passwort wählt, das Fremde nicht erraten und trotzdem jeder eintippen kann, steht im Ratgeber privat oder öffentlich.
Digital einladen: der Link in der Nachricht
Viele Paare laden heute ganz oder teilweise digital ein, etwa Freunde per WhatsApp und Großeltern per Karte. Dann ersetzt der Link den Code. Damit er gut ankommt, gehören drei Dinge in dieselbe Nachricht: der Link, das Passwort und die Zusagefrist. Getrennte Nachrichten wirken ordentlicher, führen aber vor allem zu Rückfragen.
Ein Mustertext, den ihr anpassen könnt:
„Wir heiraten! Am Samstag, 21. August 2027, möchten wir mit euch feiern. Alles zum Tag, zur Anfahrt und zur Übernachtung steht auf unserer Hochzeitswebsite: annatim.sinneswert.com, Passwort: Kirschgarten24. Bitte sagt uns dort bis zum 1. Juni Bescheid, ob ihr dabei seid. Wir freuen uns auf euch!“
Schickt den Link als Einzelnachricht oder in eine Gruppe, in der nur Eingeladene sind. In großen Familiengruppen sitzen oft Menschen, die nicht eingeladen sind, und die Frage „Warum wir nicht?“ wollt ihr nicht im Gruppenchat beantworten. Prüft vor dem Versand, wie die Vorschau aussieht: Schickt den Link zuerst an euch selbst. Erscheint ein Bild mit Titel, sieht die Nachricht einladend aus; erscheint nur die nackte Adresse, ist das auch in Ordnung, wirkt aber nüchterner.
Der Probedruck vor der Bestellung
Ein Probedruck kostet zehn Minuten und spart im schlimmsten Fall eine ganze Auflage. Druckt einen Probestreifen in der tatsächlichen Größe, wenn möglich auf dem echten Papier, und geht diese Liste durch:

- In Originalgröße auf dem echten Papier gedruckt.
- Mit einem iPhone und einem Android-Handy gescannt.
- Bei normalem Zimmerlicht und aus der Hand, nicht auf dem Tisch liegend.
- Die Seite bis zum Ende geöffnet: Passwortfeld, Passwort von der Karte, Ablauf, Zusage.
- Die Adresse daneben einmal von Hand abgetippt.
- Eine zweite Person, die nichts von der Planung weiß, hat es ohne Hilfe geschafft.
Wann der Probedruck im Zeitplan liegt, zeigt der Ratgeber wann die Hochzeitswebsite online sein muss: eine Woche vor dem Drucktermin.
Gäste ohne Smartphone
Nicht jeder Gast scannt Codes. 2025 hatte in Deutschland rund ein Zehntel der 65- bis 74-Jährigen das Internet noch nie genutzt; insgesamt waren es 2,1 Millionen Menschen zwischen 16 und 74 Jahren (Statistisches Bundesamt, berichtet von evangelisch.de am 24.02.2026). Bei durchschnittlich 66 Gästen ist also gut möglich, dass einer oder zwei darunter sind, oft Großeltern.
Für sie hilft ein kleiner Zusatz auf der Einladung: eine Telefonnummer, unter der man zusagen kann, von euch oder den Trauzeugen. Kommt eine Zusage am Telefon, tragt ihr sie selbst ins Formular ein. So bleibt die Gästeliste vollständig und ihr müsst keine zweite Liste führen. Die wichtigsten Angaben zum Tag, also Ort, Uhrzeit und Anfahrt, stehen ohnehin auch auf der Karte.
Wie die Seite für Gäste mit schlechten Augen oder wenig Technikerfahrung gut lesbar bleibt, steht im Ratgeber damit alle Gäste zurechtkommen.
Am Hochzeitstag: der Code auf dem Tisch
Am Tag selbst wird die Website zum Nachschlagewerk. Ein kleiner Aufsteller am Eingang oder auf den Tischen mit dem Code führt Gäste zu Ablauf, Sitzplan und Heimweg. Für Aufsteller gilt die Faustregel von oben: Wird aus einem Meter gescannt, sollte der Code etwa zehn Zentimeter groß sein.

Ab dem Paket Komfort führen zwei eigene Tischkarten außerdem zum Gäste-Telefon und zum Hochladen von Fotos: Gäste scannen und legen los, ohne Konto, ohne App und ohne Passwort.
So machen wir es bei Sinneswert
Zu jeder Hochzeitswebsite liefern wir den QR-Code als Druckdatei mit, als Bild und als Vektorgrafik, die eure Papeterie in jeder Größe scharf drucken kann. Der Code ist statisch: Er zeigt direkt auf eure Adresse und hängt an keinem Dienst, der später kündigen könnte. Die Adresse selbst ist kurz, etwa annatim.sinneswert.com.
Das Passwort ist optional, die Sperre für Suchmaschinen gilt immer. Gedruckt wird bei uns nichts; Karten bestellt ihr bei eurer Papeterie oder Druckerei. Alle Pakete mit QR-Code, Laufzeit und Preis stehen bei den Paketen, ab 199 € einmalig. Wie so eine Seite aussieht, zeigen die Musterhochzeiten.
Häufige Fragen
Wie groß muss der QR-Code auf der Hochzeitseinladung sein?
Mindestens zwei mal zwei Zentimeter, besser zweieinhalb bis drei. Dazu kommt ringsum ein freier, heller Rand von vier Modulen. Ein Probedruck in Originalgröße zeigt, ob es reicht.
Wohin gehört das Passwort der Hochzeitswebsite?
Direkt neben den QR-Code und die ausgeschriebene Adresse auf der Einladung, eindeutig beschriftet. Gäste sollen nicht raten müssen, welches Wort sie eintippen.
Was tun, wenn der QR-Code nicht funktioniert?
Deshalb steht die Adresse immer ausgeschrieben daneben. Wer den Code nicht scannen kann, tippt sie ein. Vor dem Druck testet ihr den Code mit einem iPhone und einem Android-Handy auf einem Probedruck.
Sind kostenlose QR-Code-Generatoren für die Hochzeit geeignet?
Nur, wenn sie einen statischen Code erzeugen, der direkt auf eure Adresse zeigt. Dynamische Codes laufen über den Server des Anbieters und können nach einer Testphase oder bei Kündigung aufhören zu funktionieren.
Brauchen wir für die Hochzeitswebsite eine eigene Domain?
Nein. Gäste öffnen die Seite fast immer über den QR-Code oder einen Link. Eine kurze Adresse wie annatim.sinneswert.com tut dasselbe; eine eigene Domain ist Geschmackssache.
Wie erreichen wir Gäste ohne Smartphone?
Mit der ausgeschriebenen Adresse und einer Telefonnummer auf der Karte, unter der man zusagen kann. Telefonische Zusagen tragt ihr selbst ins Formular ein, so bleibt die Gästeliste vollständig.
Quellen
- Denso Wave: QR Code, How to create (Rand von vier Modulen). qrcode.com
- Scanova: Minimum QR Code Size (Mindestgröße, Faustregel zum Scanabstand). scanova.io
- Statistisches Bundesamt, Erhebung zur Internetnutzung 2025, berichtet von evangelisch.de am 24.02.2026. evangelisch.de
- WeddyPlace: Die große Hochzeitsstudie 2024 (66 Gäste im Schnitt). weddyplace.com
- Eigene Rechnung: QR-Code der Musterhochzeit, Version 4 mit 33 mal 33 Modulen, erzeugt am 03.10.2026.
QR-Code als Druckdatei, in jedem Paket
Kurze Adresse, optionales Passwort und ein statischer QR-Code für eure Einladung. Alle Pakete vergleichen.
Weiterlesen: warum alle Angaben an einen Ort gehören · ob die Seite privat oder öffentlich sein soll · wann die Seite online sein muss